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auf den Spuren der Römer

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Tagesausflug der Lateinkurse der neunten Klassen nach Trier

ein Bericht von Hannah Müller, Thies Schierwagen, 9d

Am 30.05.2018 fand die Trierfahrt der Lateiner der Jahrgangsstufe 9 statt. Wir starteten mit dem Bus um 7:30 Uhr vor dem Altbau unserer Schule. Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir in Trier an. An der Porta Nigra, dem Wahrzeichen der Stadt, erwartete uns bereits unsere Stadtführerin, die sich wie eine Römerin mit einer Toga bekleidet hatte. Nach einer kurzen lateinischen Begrüßung haben wir Folgendes erfahren: Das ehemalige römische Stadttor ist das einzig erhaltene Tor aus der Römerzeit und diente den Einwohnern zum Schutz vor feindlichen "Barbaren". Außerdem erzählte uns die Stadtführerin, dass sich ein Mönch namens Simeon für die letzten sieben Jahre in der Porta Nigra einmauern ließ. Er starb dort um 1035 nach Chr.. Nur über eine kleine Luke in der Mauer wurde er mit dem Lebensnotwendigsten versorgt.

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Unter Begleitung der Stadtführerin wanderten wir weiter durch die Innenstadt und übersetzten gemeinsam lateinische Inschriften an den historischen Häusern. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Trierer Dom St. Peter, dessen Bau bereits im 4. Jahrhundert begann und dessen Umbau bis in die Gegenwart andauerte. In seiner 1700 jährigen Geschichte sind alle Epochen und Baustile der europäischen Baukunst vereint. Der Dom gilt als das älteste Bauwerk Deutschlands. Außerdem soll im Dom der "heilige Rock" von Jesus Christus aufbewahrt werden, den die heilige Helena von ihren Pilgerreisen mitgebrachte.

Nach dem Besuch der Kirche forderte uns die Stadtdführerin zu unserer Belustigung auf, einmal vom sogenannten Domstein herunter zu rutschen, den der Teufel in der Absicht, den Dom zu zerstören, vor das Kirchentor geworfen haben soll. Doch der Dom wurde nicht beschädigt. Im Volksmund bringt das Herunterrutschen Glück. Vom Dom aus ging es weiter zur Konstantinbasilika (Palastaula), die von Kaiser Konstantin dem Großen im 4. Jahrhundert errichtet wurde und seit 1856 als evangelische Kirche genutzt wird. Besondere Merkmale dieser Hallenkirche sind die hölzerne Kassettendecke und die zahlreichen riesengroßen Fenster.

Die Stadtführung endete an den Ruinen der Kaiserthermen. Hier besichtigten wir die unterirdischen Gänge und erfuhren, dass die Römer in den Thermen nicht nur ihre Badekultur pflegten, sondern auch ihre politischen, gesellschaftlichten und persönlichen Angelegenheiten mit anderen Besuchern diskutierten und regelten. Die Römer hatten schon damals ausgeklügelte Warmwassersysteme in den Thermen. - Lachen mussten wir, als uns die Stadtführerin erzählte, dass die Römer ihre "Toillettengänge" stets in Gruppen und niemals alleine erledigten und welche Utensilien sie dafür benutzten. Nach Beendigung des Stadtrundgangs  hatten wir die Möglichkeit, die schöne Innenstadt von Trier in Kleingruppen zu erkunden. Nach dreistündiger Rückfahrt trafen wir um 19.00 Uhr wieder in Wuppertal ein. 

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