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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Im Rahmen der Projektwoche fuhr eine SchülerInnengruppe nach Auschwitz.

 

Von Max Derichsweiler und Britta Scholz

In der Projektwoche besuchten 14 SchülerInnen zusammen mit den beiden Projekt- und Organisationsleitern Frau Scholz und Herrn Derichsweiler das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz in Polen. Die dreitägige Fahrt konnte mit der Förderung der Stiftung der evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel realisiert werden. Von Krakau aus fuhr die Gruppe in das ca. 1 ½ Stunden entfernte Oswiecim und nahm dort an einer organisierten Führung teil, zunächst durch das heute noch erhaltene Stammlager Auschwitz I, das als Konzentrations- und Arbeitslager errichtet wurde. Einige Gebäude und Räume sind schon Ende der 40er Jahre auf Wunsch der Überlebenden als Ausstellungsräume umfunktioniert worden, wo u.a. Berge von Koffern, Schuhen und Haaren ausgestellt sind, um die Ausmaße der Vernichtung eindringlich zu verdeutlichen. In den Kellerräumen der Gefängnisse innerhalb des Lagers wurden die ersten Tötungsversuche mit dem eigentlich als Schädlingsbekämpfungsmittel entwickelten ‚Zyklon B‘ an russischen Kriegsgefangenen vorgenommen. Das Krematorium mit den Verbrennungsöfen, wo nach den ersten Versuchen angrenzend eine Gaskammer eingerichtet wurde, ist heute noch erhalten, begehbar und konnte somit von der Gruppe besichtigt werden. Im angrenzenden, etliche Fußballfelder großen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurde die Schüler*innen-Gruppe den Weg von der Rampe aus entlang geführt, den auch die zum Tod Selektierten gegangen waren, bis zu den heutig noch existierenden Überresten aus Beton, die die unterirdischen Gaskammern und Krematorien bildeten. Hieran schloss sich auch das neu errichtete  Mahnmal an, auf dem in verschiedenen Sprachen: „Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit“, steht. Die rekonstruierten Lagerbaracken besichtigte die Gruppe und erfuhr von den grausamen Zuständen, unter denen die Menschen dort leben mussten.

Die gesamte Gruppe stand nicht nur an diesem Tag, sondern auch die weitere Zeit, unter dem tiefen Eindruck dieser Gedenkstättenfahrt. Sie gedachte der Toten, trauerte und reflektierte über die Bedeutung von Auschwitz heute. 

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