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Japanisch AG wird fortgeführt

Dass das Gymnasium Vohwinkel bunt und multikulturell ist, haben nicht nur die Abiturienten im letzten Halbjahr während ihrer Mottowoche bewiesen. Auch die Teilnehmenden der Japanisch-AG haben großen Einsatz und ein enormes Interesse beim Kennenlernen der japanischen Sprache seit Februar dieses Jahres gezeigt – 24 Schülerinnen und Schüler haben die AG regelmäßig bis zum Ende des Schuljahres besucht!

Die Beweggründe, an der Japanisch-AG teilzunehmen, waren dabei ebenso zahlreich wie die Schülerinnen und Schüler. Viele wollten die Sprache und Kultur kennenlernen, weil die Populärkultur – Anime, Manga, Musik – ihr Interesse geweckt hatte, einige waren eher sportlich begeistert, andere hatten ganz pragmatische Gründe: Japanischkenntnisse können sich auf dem Lebenslauf gut machen, wenn man in der Wirtschaft arbeiten möchte. 

  Während des zweiten Halbjahres haben die Teilnehmenden aber nicht nur die Silbenalphabete lesen bzw. schreiben und sich selbst vorstellen gelernt, sie lernten auch verschiedene Aspekte der japanischen Kultur kennen: Geographie, Schul- und Alltagsleben, die verschiedenen Religionen Japans und – für die Teilnehmenden dieses Jahrgangs ganz besonders wichtig – die japanische Küche. Die Esskultur hat die Gruppe auch ganz praktisch erleben dürfen, indem gemeinsam Onigiri (japanische Reisbällchen mit verschiedenen Füllungen, die als Snack gegessen werden) angerichtet und gegessen wurden. Dabei hat das gemeinschaftliche Herrichten des Essens mit dem klebrigen Reis mindestens genauso viel Freude bereitet wie das Verspeisen der kleinen (Kunst-)Werke. 

 Am Ende des Kurses durfte die Japanisch-AG einen Ausflug nach Düsseldorf in das japanische Viertel und zum Ekō-Haus, dem buddhistischen Tempel, unternehmen. Im Ekō-Haus erhielten die Teilnehmenden eine Führung vom dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Hauses persönlich, Herr Kuhl, der sie mit den Besonderheiten der japanischen Architektur und des traditionellen und modernen Wohnens in Japan vertraut machte, aber auch spannende Einblicke in die Lebensphilosophie der Buddhisten eröffnete. Die Schülerinnen und Schüler nutzten auch die Diskussionsrunde am Ende der Führung, um einige Fragen zu stellen. 

Nachdem der Wissensdurst gestillt war, hatten die AG-Teilnehmenden ausreichend Zeit, um sich im japanischen Viertel umzutun und die knurrenden Mägen mit allerlei japanischen Köstlichkeiten zu besänftigen. 

Aber nicht nur im Rahmen der Japanisch-AG hatten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Vohwinkel Gelegenheit, sich mit Aspekten der japanischen Kultur auseinanderzusetzen. Frau Richter bot während der Projektwoche gemeinsam mit Frau Socha ein Projekt zur japanischen Schrift- und Schreibkunst an. Im Rahmen dieses Projektes konnte man sich besonders mit den chinesisch-japanischen Schriftzeichen (Kanji) und der japanischen Gedichtform der Haiku beschäftigen. Höhepunkt dieses Projektes war der Dichterwettstreit, der bei einem kleinen Picknick am botanischen Garten auf der Hardt unter den Projektteilnehmenden ausgetragen wurde. Dabei entstanden schöne und humorvolle Gedichte, die zusammen mit den künstlerisch gestalteten Kanji am Präsentationsnachmittag von vielen Besuchern mit Staunen bewundert wurden. Besonders stolz waren die Projektteilnehmenden, deren Kunstwerke aufgrund ihrer Gestaltung ‚entziffert‘ werden konnten. 

Am Ende konnte sich Frau Richter nur über das große Interesse, die Neugierde und Offenheit der Vohwinkeler Schülerinnen und Schüler freuen, die auch weiterhin die AG besuchen möchten. Deswegen möchte sie in diesem Schuljahr die Japanisch-AG fortführen.  

 

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